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Von Nord nach Süd, von West nach Ost wechselt hier alles im Minutentakt: Gewaltige Bergketten, tiefe Schluchten, in Stein geschnittene Straßen, traumhafte Küstenstraßen und endloser Dschungel. Die Pässe gehen bis über 3.400 Meter. Natur, die nicht dekoriert ist, sondern dominiert. Alles wirkt nah, schwer, echt – als hätte sich die Landschaft nicht für Besucher entschieden. Blätter sind hier menschengroß, Warnschilder warnen vor Killerbienen und Schlangen, und irgendwo dazwischen dieser 120-dB-Zikadenalarm, der selbst einen RS oder ein Elektrofahrzeug kurz glauben lässt, hier sei akustisch grundsätzlich alles möglich. Dazu ständig unbekannte Klänge – als würde die Natur permanent etwas ankündigen, das man nicht ganz versteht.

Und das Wetter im Juni? Zwischen Monsun und Oberhitze. Entweder wird man von außen nass oder von innen und von oben dazu gegrillt – dazwischen gibt es wenig. Regenwände, die plötzlich alles schlucken, und danach wieder Hitze, die alles verdampfen lässt. Küsten, die nicht sanft auslaufen, sondern aufeinandertreffen: Wasser gegen Fels, Wind gegen Höhe, Regen gegen alles. Man fährt durch Räume, die eher Naturgewalt als Landschaft sind.

Und genau darin liegt der Reiz: nichts glatt, nichts beruhigt, nichts berechnet. Nur Präsenz. Und diese stille Wucht, die einen nicht mehr loslässt. Es ist einfach grossartig. Wir sind gefahren: den neuen vollelektrischen Cayenne, den 718 Spyder RS, den 992.2 GTS sowie den Macan GTS als Verbrenner und den vollelektrischen Macan GTS. Ein ziemlich ehrlicher Realitätscheck für den aktuellen Porsche Spagat. Der Macan GTS hat uns dabei mit seiner Luftfederung und dieser völlig absurden, sofort anliegenden Drehmoment auf den Bergstraßen schlicht sprachlos gemacht. Und der GT4 RS Spyder in Sternrubin? Ganz ehrlich: schwer zu argumentieren, dass es viel darüber noch gibt – für uns wahrscheinlich das Beste, was Porsche je auf die Räder gestellt hat. Die Menschen: offen, herzlich, hilfsbereit – und eine grossartige Porsche Community, die uns vom ersten bis zum letzten Kilometer begleitet hat. Und das Essen? Von Dumplings, Beef Noodle Soup, Street Food über Tonkatsu bis Pekingente alles absurd gut. Die Autos: vom Essen 5 mm tiefergelegt. Danke an Porsche Taiwan, den Porsche Club Taiwan, die Porsche Community, Philipp Heitsch, MADVNZ und alle CURVES-Fans, die diese Reise begleitet und möglich gemacht haben. Taiwan bleibt ein echter Hidden Champion. Und definitiv ein Ort, an dem man nicht nur fährt, sondern hängen bleibt.