Immer, wenn Europäer mit Fernweh und Reiselust über ihr nächstes Ziel debattieren, taucht ein Phänomen auf: Die Alpen, der Mittelmeer-Raum und vielleicht sogar eine der großen Sehnsuchtsstraßen auf anderen Kontinenten sind längst angefahren und teilweise intensiv aufgesogen worden – aber Schottland fehlt. Es ist ja nicht so, dass der raue Norden der britischen Inseln bei bloßer Namensnennung einen sofortigen Seelen-Burnout und zwanghafte Aufbruchsstimmung verursachen würde, aber es nagt etwas. Es treibt einen um. Eine fast unerklärliche Neugier, die möglicherweise sogar in ihren Grundzügen aus dem Kitsch unzähliger Hollywood-Freiheitskämpfer-Schmonzetten genährt wird oder aus dem Pathos einer diffusen Verehrung für alles Nordische als dem Reservat einer freien, wilden Ursprünglichkeit. Im Endeffekt bleibt das „Woher“ dieser Sehnsucht nach Schottland aber auch ganz egal. Wichtiger wird immer mehr das „Wann“: Wann kommt man einfach nicht mehr um Schottland herum? Wann ist die Zeit reif? Wann geht es endlich los?

  • Genau diese Frage haben wir CURVES-Macher uns ebenfalls gestellt, und dass es uns erst in Europas kernigen Nordwesten verschlagen hat, nachdem wir die Alpen und Pyrenäen in allen Himmelsrichtungen durchquert haben, durch Kalifornien gecruist und Sizilien geräubert sind, ist keine Wertung, keine Reihenfolge. Sondern vielleicht auch ein Zeichen dafür, wie wenig naheliegend Schottland sein kann. Andere Destinationen wirken nicht attraktiver oder spannender, aber Schottland ist ein Ziel, um das wir uns tatsächlich lange gedrückt haben, obwohl es immer wieder im Raum stand. Positiv betrachtet könnte man ja sagen: Wir haben zugesehen, wie sich die Vorfreude langsam aufgebaut hat und dieses herrliche Gefühl intensiv ausgekostet.

    Gerade vor dem Hintergrund dieser langen, lustvollen Verweigerung war unser Schock nach den ersten Meilen auf schottischen Straßen riesengroß: So unbeschreiblich schön und ergreifend majestätisch hatten wir uns Schottland in keiner Vorbereitungs-Phase vorgestellt. Wenn wir für unsere Panorama-Fotos im Helikopter unterwegs sind, ist eigentlich immer wieder ein gelegentliches „Oh“ oder „Ah“ zu hören – in Schottland herrschte jedoch atemloses Schweigen. Was für ein verwunschenes Land, was für ein Rausch aus Farben, Dimensionen und Elementen. Wer es hierher geschafft hat, ist tatsächlich privilegiert.

  • Gerade vor dem Hintergrund dieser langen, lustvollen Verweigerung war unser Schock nach den ersten Meilen auf schottischen Straßen riesengroß: So unbeschreiblich schön und ergreifend majestätisch hatten wir uns Schottland in keiner Vorbereitungs-Phase vorgestellt. Wenn wir für unsere Panorama-Fotos im Helikopter unterwegs sind, ist eigentlich immer wieder ein gelegentliches „Oh“ oder „Ah“ zu hören – in Schottland herrschte jedoch atemloses Schweigen. Was für ein verwunschenes Land, was für ein Rausch aus Farben, Dimensionen und Elementen. Wer es hierher geschafft hat, ist tatsächlich privilegiert.

    Große Begeisterung haben bei uns aber auch die Menschen Schottlands ausgelöst: Die unkomplizierte, großzügige und entspannte Art der als so raubeinig geschilderten Highlander hat uns sofort gewonnen. Bei aller Robustheit scheinen die Schotten eine ungemein humorvolle, selbstironische und regelrecht poetische Ader zu haben; selbst die banalsten Dinge werden mit einem Augenzwinkern und selbstverständlichem Frohsinn serviert.

    À propos serviert: Der kulinarische Ruf Schottlands ist bestenfalls zweifelhaft, dass wir hier in den kleinen Seafood-Restaurants aber immer wieder regelrecht hängen geblieben sind, gehört ebenfalls zu den großen Überraschungen unserer Reise. Ein derartiges Gastronomie-Paralleluniversum neben der Straße hätten wir in Italien erwartet, ganz bestimmt aber nicht in Großbritannien. Und wo wir jetzt schon bei Überraschungen sind: Normalerweise sind wir im Sportwagen unterwegs, möglichst zweitürig und zweisitzig, dass uns auf der Reise durch Schottland aber der neue Porsche Panamera begleitet hat, haben wir nicht eine Sekunde lang bereut. Ganz im Gegenteil. Die schlanke Sport-Limousine passt ganz großartig zu den Kurven und Kehren der Highlands, ihr verblüffend präsentes Fahren trotz sagenhaftem Komfort hat die Tür nach Schottland vielleicht erst richtig weit aufgestoßen.

    Auch deshalb Danke für die CURVES-Unterstützung durch die Seelenverwandten aus Stuttgart-Zuffenhausen. Danke aber auch an alle Freunde und Förderer, an all die Windgesichter da draußen, die CURVES zu dem gemacht haben, was es auch nach sieben (größtenteils ausverkauften) Ausgaben immer noch für uns ist: eine echte Überraschung.